Da ich bereits all meine kreative Energie für das Verfassen der Mail aufgewendet habe, möchte ich an dieser Stelle nur kurz das Boot zeigen:
Das ist die Aequus.

Aequus, Anzac Bridge, Sydney
Meistens übernachten wir allerdings nicht unter der Brücke, sondern in Pittwater – ein natürlicher Hafen nördlich von Sydney Harbour.

Pittwater, Sydney
May 25th, 2009
by admin
Kyoto ist die alte Kaiserstadt, Tokyo die neue und Nara ist die ganz alte. Die Kaiser haben es in Nara so lange ausgehalten, bis machthungrige, intrigierende buddhistische und shintoistische Kleriker sich zu sehr in ihre Politik einmischten. Und vielleicht auch weil schon zu viele Kaiser in der alten Stadt gestorben waren. Eine Zeit lang scheint es Brauch gewesen zu sein, jedes Mal,wenn ein Monarch in seinem Palast gestorben war, einen neuen zu bauen. Sowas geht natürlich ins Geld, auch wenn man immer nur Holzhäuser baut. Es sorgte aber auch dafür, dass jede Dynastie immer nur so lange an der Macht war, wie sie sich den ganzen Unfug leisten konnte.
Neben der schieren Menge an alten Tempeln ist Nara bekannt für das größte Holzhaus der Welt – natürlich ein Tempel. Um diesen Tempel zu sehen muss man eigentlich nicht nach Nara fahren, schließlich ist das Konterfei auf unzähligen Yen-Münzen.
Ich fuhr trotzdem hin. Und Mann! Ist das vielleicht ein großes Haus!
Dabei ist nach diversen Feuern nur noch 2/3 des ursprünglichen Komplexes übrig.
Was auch sehr schön ist in Nara, sind die vielen heiligen Hirsche. Sie sind etwas kleiner als Rehe hier und sehr verwöhnt, das jeder Mensch, der nach Tourist aussieht, wird nach Futter durchsucht. Das führt zu sehr ulkigen Szenen, in denen ausgewachsene Japaner kreichkichernd vor hungrigen Mini-Hirschen davonlaufen.
Leider habe ich davon kein Foto. Wohl aber von Warnschildern, die einem in sehr niedlichem Mangastil zeigen, wie man die Hirsche behandeln soll.
Eine weitere beliebte Touristen-Attraktion in Nara war ich! Drei Gruppen von Schulmädchen wollten im Laufe des Tages ein Foto von mir und außerdem zwei buddhistische Nonnen aus Taiwan, dich ich im Zug getroffen hatte.
Die Schulmädchen, wollten vor allem ihr Englisch an mir ausprobieren. Mit ‘Cheeese’ auf den Lippen und Victoryzeichen in den Fingern habe ich immer tapfer so lange gelächelt, bis alle ihr Gruppenfoto mit mir in ihrer Fuji-Quicksnap hatten. Nur ich hab kein Foto bekommen. Bis mir in den Sinn kam, dass ich ja auch meine Kamera jemandem in die Hand drücken konnte, war der Schwarm ‘very-cuto’ zwitschernder, kleiner Sailormoons immer schon davon gerauscht.
Die Buddhisten im Zug, wollten natürlich auch ihr Englisch trainieren und herausfinden welche die beste Reisezeit für Europa ist. Sie würden gerne einen Englischkurs in England machen. Wann es denn dort am wärmsten sei? Nur mit Mühe konnte ich den Impuls unterdrücken, die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen. Englisch lernen in England! Wenn es warm ist! Naja, solange ihr Tempel nicht in Wales oder Yorkshire steht. Im Juli/August sollte es ganz ok sein.
Verwirrend an der Begegnung fand ich, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, ob ich es mit Mönchen oder Nonnen zu tun hatte. Die beiden hatten eine bodenlange, weite, gelb-braune Kutte an, breit-krempige Stroh-Hüte, kahl geschorene Köpfe und einen Mundschutz. Nachdem diese geschlechtslosen Gestalten mir ihre Namen gesagt hatten, war ich natürlich immer noch nicht schlauer. Qui-an und Qui-sonstwas. Am Ende fiel aber dann doch der Begriff ’sister’. Puh. Es ist doch immer unangenehm seinen Gegenüber fragen zu müssen: Ach, und sind Sie jetzt eigentlich ein Mann oder eine Frau?
April 23rd, 2009
by admin
…sind zwei Dörfer in den Bergen im Norden Kyotos und sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Innerhalb von einer halben Stunde ist man mehrere hundert Meter über der im Talkessel liegenden Stadt. – Die Landschaft ist bergiger, die Temperaturen sind kälter und die Menschen weniger.
Die beiden Dörfer sind durch einen kurzen Wanderweg verbunden, der sich als Tempelweg entpuppt. Überall wo man hintritt finden sich Shintoschreine, große, kleine, mit Füchsen, ohne Füchse,mit Glocken…
Ein weiser Mann soll mal gesagt haben:
Wo Menschen sind,
Sind auch Fliegen –
Und Buddhas.
Oder eben Shintoschreine.
Spazierwandern in Japan ist wie Spazierwandern in den Alpen. Da die Dichte von Menschen plötzlich so gering ist,lohnt es sich einander Konnichiwa zu sagen. Nur Touristen untereinander können sich nicht grüßen. Japanisch zu sprechen wäre albern, aber was sonst? Jeder in seiner Landssprache, also Grüßgott? Aber das wäre vielleicht etwas kleinbürgerlich und wenig polyglott. Oder doch lieber gleich Englisch? Aber wie langweilig und profan. Naja, am Ende ist genug Natur da, um sich einfach zu ignorieren.
Und wie man auch in den Alpen immer mal wieder kapriziösen Italienerinnen begegnet, die steile Schotterwege mit Pumps erklimmen, gibt es hier auch Japanerinnen, die mit erstaunlicher Leichtigkeit diese 1000 Stufen zum höchsten Punkt hochtrippeln, während ich mich in meinen Turnschuhen daneben sehr unfit fühle.
Am Ende lande ich wieder an einer Zugstation. Vorrübergehende Panik stellt sich ein, da man keine Tickets kaufen kann. Mit Händen und viel Kopfnicken wird mir klargemacht, dass das im Zug geht.
Soweit so gut.
Nachdem ich längere Zeit unbehelligt am Bahnsteig warte, kommt plötzlich eine der anderen Wartenden auf mich zu. “Stop!” Ruft die Frau und packt mich. Während ich mich noch frage was wohl diese Japanerin dazu veranlasst plötzlich so sehr wenig zurückhaltend und unauffällig zu sein, fängt sie plötzlich an mein Bein zu treten und mit ihrem Fuß daran entlang zu schaben. Plötzlich fielen mir Jordis Gruselgeschichten zu Riesenspinnen und Riesentausendfüßlern ein und in beinahe freudiger Erwartung rätselte ich, was es wohl sein mag. Spinne, Tausendfüßler oder doch nur der Zonk? Ich hatte fast auf eine Spinne gehofft, denn das wäre einfach der Gipfel der Ekligkeit. Aber es war dann doch nur ein Tausendfüßler. Sobald das Ding sich auf dem Bahnsteig kringelte, erwachte ein uralter Rentner mit Krückstock neben mir zum Leben und trampelte mit einer Inbrunst auf dem Getier herum, dass es eine Freude war. (Es klang im Übrigen nicht wie Popcorn.) Am Ende – es zuckte noch – kickte er das Viech über die Bahnsteigkante.
Knapp dem Tode entronnen bedankte ich mich auf Japanisch und in drei anderen Sprachen bei meinen Rettern und war ein wenig enttäuscht, dass ich nun kein Beweisfoto von dem Lindwurm-Kadaver hatte. Aber er war sooooo lang! So lang wie ein Din-A4-Blatt breit ist. Und Kneifzangen so lang wie ein Daumennagel!
April 22nd, 2009
by admin
Die Nacht auf einem eher dünnen Futon und Tatamimatten zu verbringen, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nach 40h Wachphase kann man überall schlafen.
Hab heute voll viele wichtige Tempel geschaut, Geishas gesehen und Sushi gegessen. Quasi die ganze Japan-Experience.
Im Kiyomizudera-Tempel, konnte man ‘Buddha’s Womb’ besichtigen. Ich fand das sehr kurios und bin einfach mal den Touristenmassen hinterher. Also Schuhe aus und durch.
Buddhas Gebärmutter stellte sich als stockdunkler niedriger Gang heraus, durch den man sich an einem aus Holzkugeln bestehenden Geländer – gleich einem überdimensionierten Rosenkranz – entlanghangelte. Die meditative Atmosphäre wollte sich nicht einstellen, da irgendwelche Spanier hinter mir kreischten und kicherten. Irgendwann kam man zu einem Raum, in dem eine Skulptur angestrahlt war, die, nachdem ich mich ja vermutlich schon durch die Eierstöcke und die Cervix gehangelt hatte, Buddhas Klitoris sein musste.
Seltsam. Was sich die Mönche nicht alles so ausdenken. Nach einer weiteren Minute absoluter Dunkelheit war man wieder an der Sonne. Kann nicht sagen, dass ich mich wie neugeboren fühlte. Höchstens etwas verwirrt.
April 19th, 2009
by admin
Zugfahren in Japan
Nachdem der Flughafen in Tokyo-Narita enttäuschend wenig high-tech war, entschied ich, dass der einzig angemessene Weg, um in Kyoto anzukommen, eine Fahrt im Shinkansen war.
Ich würde einmal umsteigen müssen und es lagen nur 10 min Zeit zwischen Ankunft des einen und Abfahrt des anderen Zuges. Erschreckender Weise waren die Züge pünktlich. Und sauber. Und ruhig. – Man darf nämlich weder telefonieren noch klingeln im Zug – außer in bestimmten Abteilen. Das sollte mir keine Schwierigkeiten bereiten, schließlich funktioniert mein tolles Triband-Handy im japanischen Netz nicht. Und ich war zu geizig mir eins am Flughafen für 6 Euro/Tag zu leihen.
Die Schaffner gehen emsig durch die Abteile jeder in einer ordentlichen Uniform, am Ende eines jeden Großraumwagens machen sie eine tiefe Verbeugung zu allen Passagieren. Das funktioniert deshalb so gut, weil alle Sitze immer in Fahrtrichtung zeigen. Eine sehr simple Mechanik erlaubt es am Ende jeder Strecke Einfach alle Sitze bzw. Rückenlehnen umzudrehen. Toll!
Nur Touristen und Schlafende werden leise nachdem Fahrschein gefragt. Sonst ist jeder schon bereit. Die Zugbegleiterinnen sind hübsch! und schieben anmutig das Kaffeewägelchen vor sich her. Kein Vergleich zu den pferdegesichtigen Saftschubsen bei British Airways, denen ich soeben entronnen war.
Am Erstaunlichsten: Die Passagiere steigen in den Wagen, wo ihr Sitzplatz ist (statt einen halben Kilometer durch alle Wagons zu laufen) und steigen dann aus, wenn der Zug hält (statt schon 15min vorher den Gang zu verstopfen)!
Man hat das Gefühl, als ob Zugfahren hier nicht ein verzweifelter Kampf gegen das System Bahn ist, sondern eine natürliche Symbiose von Mensch und Technik.
Rumhängen am Bahnhof in Japan
In Kyoto angekommen, fesselt mich mein absurd dimensioniertes Gepäck an den Bahnhof. Irgendwann finde ich Schließfächer, die groß genug sind. Leider sind meine Münzen dann noch nicht klein genug. Ohne 100-Yen-Stücke geht in Japan gar nichts.
Das Gepäck eingeschlossen erkunde ich die Bahnhofsstation und das angeschlossene Einkaufszentrum bis mich mein Freund und Gastgeber Jordi am Bahnhof aufsammelt. Mittlerweile habe natürlich vergessen an welchem Ende vom Bahnhof ich mein Gepäck gelassen habe…
Nach einer Stunde sitze ich dann doch im Taxi auf dem Weg zu Jordis Wohnung.
Was natürlich auch nicht so einfach ist, wie es klingt, weil Adressen in Japan etwas anders strukturiert sind. Nicht jede Straße und Gasse hat einen Namen. Stattdessen gibt es Bezirke und Blocks, die irgendwie durchnummeriert sind. Schilder,die einem sagen, wie der Bezirk denn heißt, in dem man sich gerade befindet, gibt es allerdings nicht so oft.
Taxifahren in Japan
Taxifahren in Japan ist auch interessant, da irgendwie jeder sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 km/h zu halten scheint. Auch Kranken- und Feuerwehrwagen im Einsatz, scheint es. Und so fährt auch der Taxifahrer ganz gemütlich. Anders als seinen Kollegen im Ausland ist es ihm wohl wichtiger, seinen Passagier nicht so schnell wie möglich sondern so sicher wie möglich ans Ziel zu bringen.
Irgendwie war das Gegenstück zum Sicherheitsgurt nirgendwo zu finden, und der Fahrer bedeutete mir, dass anschnallen eh nicht notwendig ist. Und ich überlege, ob ich ihm wohl versehentlich beleidigt habe, durch meinen Versuch mich an zu schnallen.

Higashima bei Nacht, Kyoto - Dort durfte ich für eine Woche wohnen.
April 18th, 2009
by admin
Die Australische Languste – oder Painted Crayfish – auf dem Bild ist gerade eben frisch gefangen worden. Sie ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch gut zu essen.
Ort: Northwest Island am südlichen Ende des Great Barrier Reef, Queensland, Australien
13 x 18 cm – 4 €
40 x 60 cm – 30 €
50 x 70 cm – 40 €
April 7th, 2008
by admin
Ort: Northwest Island, Great Barrier Reef, Australien
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13 x 18 cm – 4 €
40 x 60 cm – 30 €
50 x 70 cm – 40 €
April 7th, 2008
by admin
Ort: Botanischer Garten, Hobard, Tasmanien
13 x 18 cm – 4 €
40 x 60 cm – 30 €
50 x 70 cm – 40 €
April 7th, 2008
by admin
Ort: Bali
13 x 18 cm – 4 €
40 x 60 cm – 30 €
50 x 70 cm – 40 €
April 7th, 2008
by admin
Ort: Fischmarkt, Venedig, Italien
13 x 18 cm – 4 €
40 x 60 cm – 30 €
50 x 70 cm – 40 €
April 7th, 2008
by admin
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